Ich kann es immer noch nicht glauben: mein vierter Sieg am Tatra Road Race, dem härtesten Strassenrennen für Amateure in Polen. Zum ersten Mal bin ich 2016 hier gestartet, und seither komme ich immer wieder zurück.
- 1. Platz · Tatra Road Race 2021, Frauen



Das Rennen wird mit enorm viel Herzblut organisiert, und deshalb ist es für mich etwas Besonderes – auf dieses Rennen warten wir die ganze Saison.
Die Strecke ist für Schmerzsüchtige gemacht, und ich gehöre wohl dazu. Die schöne Aussicht auf die Tatra und die aussergewöhnlichen Verpflegungsstellen helfen ein wenig, aber es ist trotzdem höllisch hart, genau wie die Organisatoren versprechen.

Auf den Fotos aus der Flucht ist mir aufgefallen, dass meine Position auf dem Velo viel weniger aerodynamisch ist als die meiner Fluchtbegleiterin – vielleicht sollte ich den Lenker tiefer stellen? Ins Ziel bin ich mit einem Lächeln gefahren.

Ich frage mich oft, warum ich Rennen so sehr liebe. Ich glaube, ich liebe einfach diesen Flow: maximale Konzentration, genau im Hier und Jetzt sein, Kopf und Körper arbeiten zusammen, um das Ziel zu erreichen.
Ein paar Tage später bereitete ich mich bereits auf die UCI-Weltmeisterschaft in Sarajevo vor.

