
Das Wochenende verbrachte ich in Graubünden, im Engadin, am Engadin Radmarathon. 211 km und fast 4 km Höhendifferenz in einem Feld von tausend Fahrern, mit den Alpen im Hintergrund.
- 4. Rang · Frauen, Zeit 7:42:45
Es ist wohl das einzige Strassenrennen in Europa, bei dem Blut, Schweiss und Tränen der Fahrer über Bergbäche in die Nordsee, ins Mittelmeer oder ins Schwarze Meer fliessen können, je nachdem, wo auf der Strecke sie bluten, schwitzen oder weinen.


Der letzte Pass
Nach sechs Stunden relativ gleichmässiger Fahrt zog das Tempo am letzten Pass an. Die Frau, die mit mir fuhr, war aus dem ersten Block gestartet, ich aus dem zweiten, eine Minute später. Wir fuhren zusammen, aber die individuelle Zeitmessung verschaffte mir einen guten Vorsprung. Dann liess sie die Bremsen los, schaltete den Selbsterhaltungstrieb aus und stürzte sich die Kehren hinunter wie in einem Computerspiel. Die ganze letzte Abfahrt war episch.



Neun Sekunden
Mein Vorsprung schmolz, aber mit der Hilfe einiger glücklich gefundener Verbündeter verteidigte ich den vierten Platz bei den Frauen um 9 Sekunden, mit einer Zeit von 7:42:45. Dabei verbesserte ich meine Bestzeit auf dieser Strecke um mehr als eine Stunde.